Jun 17

Vitamine - Wieso sind sie so wichtig?

Nehmen wir diese mal genauer unter die Lupe, wofür Sie zuständig sind und welche Folgen es hat, wenn wir zu wenig davon haben.

Vitamine und Enzyme sind die Hilfskräfte unserer Stoffwechselreaktionen, ohne die unser Organismus nicht arbeiten kann.

Enzyme funktionieren wie Katalysatoren und sind maßgebend für die Aufspaltung im Verdauungstrakt zuständig. Erst die Enzyme machen die Zufuhr von Eiweiß, Kohlhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung nutzbar.

Viele Enzyme benützen Vitamine als Co-Faktoren und benötigen Mineralien und Spurenelemente für Ihre Funktion. Enzyme bestehen zum Großteil aus Aminosäureketten, die nur in einer ganz bestimmten räumlichen Anordnung wirksam sind. Die genaue Abfolge für diese Ketten ist in unserer Erbsubstanz, in den so genannten Genen, gespeichert. Sie reagieren ebenfalls hochsensibel auf äußere Einflüsse und können meist nur bei bestimmten physiologischen Bedingungen funktionieren.

Vitamine gehören zu den nicht energieliefernden Nährstoffen. Sie sind organische Verbindungen die der Körper nicht oder nur in zu geringen Mengen herstellen kann. Sie müssen deshalb in ausreichender Menge zugeführt werden.

Bei Vitaminen unterscheidet man zwischen Wasser- und Fettlöslichkeit. Wasserlösliche Vitamine (C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B12, Folsäure) können frei im Blut zirkulieren, während fettlösliche Vitamine A, E, D und K geeignete Transportmittel wie Fettsäuren oder Gallensäuren benötigen. Diese können im Körper aber über längere Zeit gespeichert werden.

Wasserlösliche Vitamine

  • Vitamin C wird als Ascorbinsäure bezeichnet. Es ist für die Zelle von grundlegender Bedeutung, denn es ist bei zahlreichen Reaktionen der Zellen beteiligt: Zuckerstoffwechsel, Kollagenbildung, Eisenaufnahme, Gefäßwandelastizität, Entgiftung.
    Mangelerscheinungen:
    Lockere Zähne, ständiges Zahnfleischbluten, welke Haut, Abgespanntheit, Hautfaltenbildung, geringe Abwehrbereitschaft des Immunsystems.
    In der Nahrung enthalten:
    Zitrusfrüchten, Meerrettich, Rosenkohl, Auberginen, Hagebutten, Kiwi und Paprika.


  • Vitamin B1 wird häufig auch als Thiamin oder Aneurin bezeichnet, spielt eine bedeutende Rolle für die Funktion des Nervensystems. Eine gesunde ausgewogene Darmflora besitzt die Fähigkeit, dieses Vitamin selbst zu produzieren. 
    Mangelerscheinungen:
    Konzentrationsverlust, Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Nervenfunktionsstörungen, Beri-Beri-Erkrankung und Wasseransammlungen. 
    In der Nahrung enthalten:
    Weizenvollkornmehl, Roggenmehl, Schweinefleisch, Sonnenblumenkernen, Linsen, weißen Bohnen, Hafer und Sesam.

  • Vitamin B2 wird auch als Riboflavin oder Lactoflavin bezeichnet. Es erfüllt wichtige Aufgaben bei der Energiegewinnung und beim Eisenstoffwechsel des Blutes. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Netzhaut des Auges. Die Wirkung wird von einigen Antibiotika und Psychopharmaka zerstört.
    Mangelerscheinungen:
    Sehstörung, Linsentrübung, Hornhautentzündung, Mundwinkelrisse, Schuppenbildung, Hauttrockenheit und Veränderungen der Zunge.
    In der Nahrung enthalten:
    Roggenvollkornmehl, Linsen, weißen Bohnen, Gerste, Magerquark, Sojamehl, Milch, Leber, Eier und Fleisch.


  • Vitamin B3 Niacin oder auch Vitamin PP genannt. Es hilft im Energiestoffwechsel, baut Fettsäuren ab, stimuliert die Blutbildung und ist für die Verdauungsfunktion unentbehrlich.
    Mangelerscheinungen:
    Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Depressive Verstimmungen und Reizbarkeit.
    In der Nahrung enthalten:
    Leber, mageres Fleisch, Vollkornprodukte, Erdnüsse, Fisch, Eier, Avocados, Sonnenblumenkerne, Erbsen und Trockenpflaumen.


  • Vitamin B5 wird chemisch als Pantothensäure bezeichnet. Es kann ebenfalls von den Darmbakterien hergestellt werden und wird im Kohlenhydratstoffwechsel sowie beim Aufbau von Fettsäuren, Gallensäuren, Cholesterin und Hämoglobin benötigt. Aktiviert die Entgiftung durch die Leber, hilft bei der Pigmentierung der Haare und steigert die Immunabwehr in den Schleimhäuten und der Haut.
    Mangelerscheinungen:
    Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Geschwüre im Zwölffingerdarm, Blut- und Hautprobleme.
    In der Nahrung enthalten:
    Weizenvollkornmehl, Haferflocken, Erbsen, Linsen, Nüssen, weißen Bohnen, Roggenvollkornmehl, Broccoli, Leber, Eier und Fleisch.


  • Vitamin B6 wird als Pyridoxin bezeichnet und entfaltet seine Wirkung hauptsächlich in den Nervenzellen und ist beim Eiweißaufbau und beim Fettsäureabbau notwendig.
    Mangelerscheinungen:
    Pigmentstörungen, nervlichen Krampfanfällen, Abschuppen der Haut, brennende Füße, Blutarmut, Schlaflosigkeit, PMS, Nervosität.
    In der Nahrung enthalten:
    Weizenvollkornmehl, Spargel, Kiwi, Haferflocken, Sojamehl, Sojabohnen, Bananen, Fisch, Leber, Melonen, Kohl, Mich und Eier.


  • Vitamin B7 als Biotin bekannt, ist an der Synthese von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten beteiligt. Erforderlich für Haut, Haare und Nägel.
    Mangelerscheinungen:
    Depressionen, Erschöpfung, Haarausfall, Ekzeme, Dermatitis.
    In der Nahrung enthalten:
    Trockenhefe, Rinderleber, Eigelb, Sojabohnen, Haferflocken, Walnüsse, Champignons, Wildreis, Fisch, Spinat, Bananen, Tomaten und Milch.


  • Vitamin B12 auch Cobalamin genannt, ist erforderlich zur Bildung der roten Blutkörperchen und zum Schutz der Nervenzellen. Im Gegensatz zu anderen Vitaminen der B-Gruppe kann es auch durch eine gesunde Darmflora nicht produziert werden und muss deshalb vollständig über die Nahrung aufgenommen werden.
    Mangelerscheinungen:
    Blutarmut, Müdigkeit, Nervenschädigungen, Herzbeschwerden, wunde Zunge.
    In der Nahrung enthalten:
    Leber, Rindfleisch, Käse, Milch, Joghurt, Eier und Bierhefe in großen Mengen vorhanden.


  • Folsäure fördert zusammen mit Vitamin B12 die Ausreifung der roten Blutkörperchen und ist für Zellteilungsvorgänge im Kernstoffwechsel notwendig.
    Mangelerscheinungen:
    Schuppenflechte, Blutarmut, bleiche Gesichtsfarbe und Wachstumsstörungen.
    In der Nahrung enthalten:
    Sojamehl, grünes Blattgemüse, Spargel, Bananen Weizenkleie, Leber, Nüsse, Kohl.

 

Fettlösliche Vitamine

  • Vitamin A, das auch als Retinol bezeichnet wird, kann durch den Darm in Anwesenheit von Gallen- und Fettsäuren aufgenommen werden. Es wird im Körper in der Haut, der Leber und dem Bauchfell gespeichert. Es dämpft die Schilddrüsenfunktion, erhöht den Fettabbau in der Leber und steigert die Magensäureproduktion.
    Mangelerscheinungen:
    Schlechte Wundheilung, Verhornung der Haut, Nachtblindheit, Leberfunktionsstörungen, Gallensteinbildung und Minderung der Abwehrbereitschaft.
    In der Nahrung enthalten:
    Karotten, Butter, Spinat, Eigelb, grünen Bohnen, Gerste, Käse, Aprikosen und roher Kuhmilch.


  • Vitamin D auch Calciferole genannt ist für den Knochenstoffwechsel von entscheidender Bedeutung. In der Haut wird es durch Sonneneinstrahlung von der inaktiven Provitaminform zu Aktivform umgewandelt. In seiner aktiven Form besitzt es eine kalziumregulierende Wirkung und tritt in einen enge Wechselwirkung mit den Hormonen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse. Außerdem stimuliert es die Kalziumaufnahme durch den Darm.
    Mangelerscheinungen:
    Schlechte Zähne, schwaches Knochengerüst, schlechter Stoffwechsel.
    In der Nahrung enthalten:
    Lebertran, zahlreichen Fischölen, Käse, Pilzen, Butter und Eigelb.


  • Vitamin E als Tocopherol genannt, ist ein schützendes Antioxidans. Macht freie Radikale unschädlich. Erforderlich für die Funktion von Herz- und Blutkreislauf, Nerven, Muskeln und roten Blutkörperchen.
    Mangelerscheinungen:
    Herz- und Gefäßkrankheiten, Muskelschwäche, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Blutarmut, Altersflecken, Star.
    In der Nahrung enthalten:
    Weizenkeime, Sojabohnen, Pflanzenölen, Brokkoli, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte, Eier, Haferflocken, Nüssen und Butter.


  • Vitamin K wird von der Darmflora hergestellt. Es wird in der Leber gespeichert und steuert die Produktion von Blutgerinnungsfaktoren. Es ist auch für den Stoffwechsel des Bindegewebes sowie der Knochen von Bedeutung.
    Mangelerscheinungen:
    Darmkrankheiten, Osteoporose, Blutungen.
    In der Nahrung enthalten:
    Spinat, Blumenkohl, Kartoffeln, Weißkohl, Erdbeeren, Tomaten, Hagebutten, Brokkoli, Seetang, grüner Tee.


Sie sehen also, wie wichtig Vitamine für einen reibungslosen Ablauf unserer Körperfunktionen sind und welche Folgen es haben kann, wenn wir einen Mangel haben.

Wenn Sie wissen wollen, wie gut Sie mit Vitaminen versorgt sind, machen Sie sich Ihren persönlichen Vitalstoffcheck-Termin bei mir aus.


Quelle: gesundheit.de, IBW GmbH.